Fragen zu Adornos Ästhetik und dem Neuronalen Netz

Das Seminar „Wozu Kunst?“ lädt zum Weiterlesen und Denken ein. Nachdem wir den Adornoschen Essay „Engagement“ zur Funktion der „politischen Kunst“ behandelt haben sind die Vorlesungen zur Ästhetik (1958/59) eine gute Gelegenheit sich außerhalb des Seminars an die „Ästhetische Theorie“ heranzutasten. Erste brennende Fragen treten bereits nach Lesen gut eines Drittels der Vorlesungen auf.

Im Folgenden verzichten wir auf die Erklärung eines Neuronalen Netzes. Einige Werke und das Verfahren ihrer Herstellung des Künstlers Roman Lipski wurde uns vorgestellt. Roman benutzt ein Neuronales Netz, daß bestehende Werke von ihm lernt und daraufhin neue Werke erstellt, die Roman dann wiederum als Anregung für eigenes Malen nimmt. Roman bezeichnet das Neuronale Netz als seine Muse.
Daran schließen sich nun Fragen an: Was würde Adorno über ein Neuronales Netz in der Kunst denken? Wäre es ein weiteres Eindringen der Naturwissenschaften in die Kunst und damit eine neue Dialektik von Natur und Kunst?
Wie stünde das Neuronale Netz zu Ausdruck und Konstruktion in der Ästhetik? Hat das Neuronale Netz etwas mit Entfremdung zu tun? Was hielte Adorno von einer solchen Muse? Wäre es etwas völlig Neues? Und viele weitere Fragen tun sich auf…

Die Webseite von Roman Lipski mit vielen Erläuterungen, Bildern und Videos findet sich hier.

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