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Versuch einer medialen Perspektive auf handwerklich hergestellte Gebrauchsgegenstände

Vorangestellt sei, wir verzichten in diesem kurzen Text auf Begriffsklärungen. Die Relationen Mensch und Ding, Ding und Mensch oder auch eine Philosophie dieser Verhältnisse sind spannend. In Wolfgang Schivelbuschs Werk „Das verzehrende Leben der Dinge – Versuch über Konsumtion“ wird diese Relation untersucht und philosophisch entfaltet. Wir folgen dem jedoch nicht sondern konzentrieren uns textlich auf unsere Zwecke, die Frage nach einer medialen Perspektive. Dazu sei folgende Textstelle [1] zitiert:

Das handwerklich gefertigte Ding zeigt unübersehbar die Spuren seiner individuellen Entstehung. Es ist der Abgesandte, der seine Nachricht – die Poiesis des Herstellers – auf kürzestem Weg zum Konsumenten bringt. Alle drei sprechen die gleiche Sprache. Die Handarbeit des Produzenten gelangt unverfälscht in die Hände des verbrauchenden Empfängers. Unverfälscht, weil auch die handwerkliche Arbeit „produktive Konsumtion“ ist. Vom Gegenstand verzehrt, absorbiert, assimiliert wird sie der Gegenstand.

Die Textstelle weist in der Tat Charakteristika auf, die die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer medialen Perspektive auf einen beliebigen, handwerklich produzierten Gebrauchsgegenstand stellt. Wir lesen über einen Sender und einen Empfänger, wir lesen über eine Botschaft, wir lesen über etwas Materielles, das die Botschaft übermittelt und wir lesen über Spuren.

Nehmen wir den Inhalt dieser Textstelle wörtlich so ist der Übermittler, der Bote[2], das Medium, das „handwerklich hergestellte Ding“ die Botschaft „die Poiesis des Herstellers“. So gut, so einfach, so klar. Wir können die Frage nach eine medialen Perspektive schnell beantworten und bejahen.

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