Schlagwort-Archive: Geschichte

Der Weg zur Griechischen Literatur in Übersetzung

Das gibt es tatsächlich, ein Modulangebot im Kombi-Bachelor „Griechische Literatur in Übersetzung“. Keine Gräzistik mit zwingenden Kenntnissen des Altgriechischen. „Dialektik der Aufklärung“ von Adorno und Horkheimer, dort genauer der „Exkurs 1: Odysseus und der Mythos der Aufklärung“ ist eine Tür zur Griechischen Literatur. Wenn die Schulkenntnisse vergessen sind das Verstehenwollen mächtig drückt wird ist der Kurs „Altgriechische Poesie“ richtig. Ein straff organisiertes Programm mit dem Schwerpunkt Epik läßt auch Raum für die anderen literarischen Gattungen und den geschichtlichen Kontext. Nach dem Kurs haben Teilnehmerïnnen natürlich nicht die Epik umfassend verstanden aber ein erster Schritt ist getan. Altphilologie im besten Sinne.

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Besuchte Lehrveranstaltungen im SoSe 2019

Institut für Philosophie

  1. Sexismus und Rassismus als Themen der Sozialphilosophie – Hilkje Charlotte Hänel

Institut für Deutsche und Niederländische Philologie

  1. Literatur und Recht – Geza Dane

Institut für Griechische und Lateinische Philologie

  1. Einführung in die altgriechische Poesie – Norbert Blößner

Art-Programm: Von der Moderne zur Gegenwartskunst

  1. Selbstreflexionen – Zur symbolischen und optischen Bedeutung des Spiegels in der Kunst – Johannes Knecht
  2. PalaisPouplaire: Sommer of Love – Art, Fashion and Rock & Roll – Beate Zimmermann

Art Programm: Quer durch die Epochen der Kunstgeschichte

  1. Alltagskultur in Europa: Direktorinführung durch die Sammlung des MEK

Besuchte Lehrveranstaltungen im WiSe 2018/2019

Institut für Philosophie

  1. Philosophisches Argumentieren I – Barbara Vetter
  2. Die verdrängten Momente des Bewußtseins nach Sigmund Freud – Erika Benini

Institut für Deutsche und Niederländische Philologie

  1. Aufklärung – Geza Dane

Art-Programm: Von der Moderne zur Gegenwartskunst

  1. Nature Morte – Stillleben in der zeitgenössischen Kunst – Katharina Raab
  2. Kunst-Werke Berlin: Beatriz Gonzalez – Kolja Kohlhoff

Aufklärung, Philologie und Gasthörer

In der Vorlesung „Aufklärung“ am Institut für Deutsche und Niederländische Philologie wird die literarische Gattung des Romans samt seinem Beitrag zur Aufklärung behandelt. Inspiriert davon lese ich auch tatsächlich den Roman „Das Leben der Schwedischen Gräfin von G***“ von Christian Fürchtegott Gellert. 1774 schrieb er im ersten Teil folgende Sätze:

„Wir konnten uns beide mit dem edelsten Zeitvertreibe, mit Lesen und Denken unterhalten. Wir studierten, ohne daß uns deswegen jemand bewundern sollte. Wir studierten zu unserer eigenen Ruhe.“

Der erste Satz zeigt die Gleichberechtigung der beiden Liebenden, die damals nicht üblich war. Die beiden anderen Sätze drücken aus was das Gasthören für mich ist. Die schlichten Worte Gellerts berühren und sind wunderschön.

Politik in Gemälden von Gerhard Richter bis Bansky

Diese Veranstaltung hat eines nicht zum Inhalt, Erwägungen zu engagierter oder autonomer Kunst. Es werden einfach Bilder von Künstlern, sogenannten „alten“ Künstler, gezeigt. Sie begannen im 20. Jahrhundert und wirken im 21. Jahrhundert fort. Das Besprechen beginnt mit den Date Paintings von On Kawara über die „Scherenschnitte“ Kara Walkers bis zur Streetart Banskys.
Die vollständgige Liste in chronologischer Reihenfolge:
On Kawara, Hanne Darboven, Gerhard Richter, Thomas Ruff, Eric Fischl, Luc Tuymans, Andy Warhol, Wolfgang Tillmans, Thomas Demand, Anselm Kiefer, Simon Menner, Hasan Elahi, Sophiee Calle, Taryn Simon, Yinka Shonibare, Kara Walker, Ai Weiwei, Mona Hatoum, Alfred Jaar, Bansky.
Auch im 21. Jahrhundert die Verarbeitung der Nazibarbarei Inhalt der Politik in Gemälden; dazu kommen Kapitalismuskritik Ungerechtigkeit, Überwachung, Rassismus sowie Flucht und Vertreibung.
Viele, gerade auch der jüngeren „alten“ Künstler, haben eigene Webseiten. Einige präsentieren nicht nur ihre Werke dort sondern erläutern ihre Werke und Projekte.

Das Selbstlernprogramm Kunst und Funktion

Weiter-Bildung ist auch über den Tellerrand-Schauen. So werde ich im September meine erste kunsthistorische Lehrveranstaltung besuchen (wer hätte das gedacht?) – Der Kuß in der Kunst – ein doch wohl interessantes Thema. Als kunsthistorischer Laie möchte ich nicht ganz unvorbereitet in diese Veranstaltung gehen und bereite mich mit Hilfe des Selbstlernprogramms „Kunst und Funktion“ – natürlich nicht abschließend – vor. Als ich das Selbstlernprogramm entdecke frage ich mich warum ein eher „behäbiges“ (nein, ich weiß das stimmt so nicht und ist ungerecht) Studienfach wie Kunstgeschichte ein e-Learning Programm anbietet; die Art des „digitalen Lernens“ vermute ich eher in anderen Fächern. Dazu ist die Entstehung des Programms einfach faszinierend. Vor über dreißig Jahren schrieben jüngere Kunsthistoriker eine Geschichte der Kunst unter der besonderen Berücksichtigung der Funktion von Kunst. Dieses Werk wurde 1985 als Funkkolleg Kunst mit 41.412 Teilnehmern vom Saarländischen Rundfunk produziert. Sechzehn Jahre später, im Jahre 2001, wird am kunsthistorischen Institut der FU Berlin im Rahmen des, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten e-Learning-Großprojektes „Schule des Sehens – Neue Medien der Kunstgeschichte”, eine onlinegerechte Version unter dem Namen „Geschichte der Kunst im Wandel ihrer Funktionen – Kunst und Funktion“ entwickelt. Das Selbstlernprogramm ist sogar verpflichtender Bestandteil des Bachelorstudiengangs Kunstgeschichte.

Dazu einige Links:
Homepage Kunst und Funktion
Kunst und Funktion auf der Seite des kunsthistorischen Instituts der FUB
Wikipedia – zum Thema Funkkolleg