In der jeweiligen Sprache lesen

Bis jetzt hatte ich auch Lehrveranstaltungen deren Gegenstand sich in der Orginalsprache am besten darbietet: altgriechische Poetik, chinesische Ästhetik, (alt)hebräische Texte, alt-/mittel(hoch)deutsche Schriften – Philologie als Grundlage. Doch keine dieser Sprache beherrsche ich, begnügen muß ich mich mit Übersetzungen. Werden Übersetzungen dem Gegenstand gerecht oder fügen sie zusätzliche Verzerrungen dem Verstehen, dem Deuten hinzu?

Besuchte Lehrveranstaltungen im WiSe 2020/2021

Institut für Deutsche und Niederländische Philologie

  1. Verschwörungstheorien – Ralf Schlechtweg-Jahn
  2. Digital Humanities jetzt – Berenike Herrmann
  3. Comics – Kunst – Körper: Konstruktion und Subversion von Körperbildern im Comic – Irmela Marei Krüger-Fürhoff
  4. Berliner Weltliteraturen: Internationale literarische Beziehungen in Ost und West nach dem Mauerbau – Jutta Müller-Tamm

Institut für Theaterwissenschaften

  1. Poetik und Politik der Fantasy – Daniel Illger

Institut für Volkswirtschaftslehre

  1. Öffentliches Recht – Helge Sodan

Art-Programm: Vortragswelten

  1. Kunstgeschichte im Fokus: Bilder, die die Welt bewegen – G. Moeller, J. Maruhn, J. Knecht, K. Kohlhoff, F. Hauffe
  2. Umbrüche der Geschichte – T. Frank, D. Schönpflug, M. Hampf, M. Hausleitner, F. Schulze, D. Koerfer, F. Di Palma
  3. Kunstraub und Gier: Eine Geschichte des Plünderns seit der Antike – Hildegard Wiegel
  4. Die Kreuzzüge aus kulturhistorische Sicht – Brigitte Pedde

Ausdünnung

Interessante Veranstaltungen in Philosophie – zur Kritischen Theorie. Die Gräzistik mit der Einführungsveranstaltung zu Philosophie, Rhetorik und Prosa. Leider nicht geöffnet für Gasthörerïnnen. Die Ausdünnung ist massiv. Was bleibt ist die Deutsche Philologie.

Der Weg zur Griechischen Literatur in Übersetzung

Das gibt es tatsächlich, ein Modulangebot im Kombi-Bachelor „Griechische Literatur in Übersetzung“. Keine Gräzistik mit zwingenden Kenntnissen des Altgriechischen. „Dialektik der Aufklärung“ von Adorno und Horkheimer, dort genauer der „Exkurs 1: Odysseus und der Mythos der Aufklärung“ ist eine Tür zur Griechischen Literatur. Wenn die Schulkenntnisse vergessen sind das Verstehenwollen mächtig drückt ist der Kurs „Altgriechische Poesie“ richtig. Ein straff organisiertes Programm mit dem Schwerpunkt Epik läßt auch Raum für die anderen literarischen Gattungen und den geschichtlichen Kontext. Nach dem Kurs haben Teilnehmerïnnen natürlich nicht die Epik umfassend verstanden aber ein erster Schritt ist getan. Altphilologie im besten Sinne.