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PalaisPopulaire Summer of Love – Art, Fashion and Rock & Roll

„Summer of Love“ – die Ankündigung im GasthörerCard Art Programm elektrisierte. 1967 – zu jung um dabei zu sein aber alt genug um an Bilder, Berichte und Filme der Zeit zu erinnern.
Das Prinzessinnenpalais in Mitte hat das PalaisPopulaire, den Ausstellungs- und Veranstaltungsort der Deutsche Bank, unter seinem Dach. Er zeigt Exponate der aufbegehrenden Jugend der Sechziger Jahre. Die sich damals verändernden Bereiche von Kunst, Mode und Musik, sowie Politik werden thematisiert. Die Ausstellung, weniger umfangreich als die Schwesterausstellungen in Frankfurt und San Francisco, reißt die Bereiche an vertieft sie aber nicht. Für jüngere Leute ist das genau das richtige Konzept, weckt das ihr Interesse, für die, die damals dabei waren, sicher ein wenig dünn – die verklärten Erinnerungen wollen mehr sehen und hören. Plattencover, Konzertplakate und teilweise die Muster der Bekleidungsstücke erinnern an Motive des Jugendstils. Dies nicht umsonst, denn hinter dem damaligen Aufbegehren steckt nach Adorno „..die in Permanenz erklärte Pubertät: Utopie, welche die eigene Unrealisierbarkeit diskontiert.“ Und dass die Deutsche Bank die Ausstellung zeigt macht deutlich wie sich der Kapitalismus auch dieses Aufbegehren samt Kunst, Musik, Mode und Politik einverleibt hat.

Link zu Bildern der Ausstellung hier und hier.

Noch mehr von der Mensakarte

Hinschauen ist hilfreich. An der Kasse wird das Sterbedatum meiner Mensakarte auf dem Display angezeigt: 1.1.2037. Dann wird sie gut zwanzig Jahre alt sein. Mein eigenes Alter rechne ich aber lieber nicht aus…

Die schlaue Mensakarte

Im vierten Semester als Gasthörer wird mir gewahr, dass die Mensakarte schlauer ist als ich. Zwar steht irgendwo in den Erläuterungen zur Nutzung der Karte, der Gasthörer möge sich auch als solcher legitimieren. Doch ist das nur bei Ausstellung der Mensakarte notwendig, die Bezahlung zum Personaltarif ist dann auf der Karte vermerkt. Darauf weist mich eine freundliche Mitarbeiterin an der Kasse hin.

Smart Home – Instrument oder Apparat?

Versuchen wir zunächst eine Begriffsklärung und greifen dabei auf folgende Definition zurück:

Smart Home ist die intelligente Vernetzung mehrerer Komponenten im Zuhause (z.B. Licht, Lautsprecher, Heizung, Fernsehen) sodass die Wohnumgebung ferngesteuert werden kann oder sich automatisch und selbstlernend auf die Bedürfnisse der Nutzer einstellt…[1]

Eine etwas ältere Beschreibung auf höherem Abstraktionsgrad, die sich auf das Internet der Dinge bezieht lautet:

Unter dem Internet der Dinge versteht man die Verknüpfung eindeutig identifizierbarer physischer Objekte mit einer virtuellen Repräsentation einer Internet-ähnlichen Struktur.[2]

Eine Kombination der beiden Beschreibungen wirkt fruchtbar. Smart Home ist als ein Teilbereich des Internets der Dinge im häuslichen Bereich, der Wohnung oder dem Wohngebäude, zu sehen. Eindeutig identifizierbare physische Dinge, Konsumgüter aber auch Gebrauchsgüter wie Sensoren, können in einer virtuellen Repräsentation verknüpft werden. Die Dinge sind kommunikationsfähig und können über eine gemeinsame operative Sprache, die Binärschrift, zusammengeführt werden. Die Dinge können vom Bewohner parametrisiert und (fern)gesteuert werden. Die Dinge kommunizieren untereinander und „handeln“ gegebenenfalls nach dem Inhalt der Kommunikation, nach Aufforderung. Sie „verstehen“ einander. Sie sind in der Lage zu lernen, wobei wir dieses Lernen als Lernen ohne Bewußtsein verstehen. Wir verzichten hier auf weitere Erläuterungen zum Lernen von Dingen.

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